
MARQUAY (24.06.2026) – Mitten im Périgord, fernab der Hauptstraßen, liegt am Rande des beschaulichen Ort Marqay die „Ferme du Brusquand“ – ein Ort, an dem sich die kulinarische Tradition der Region noch in ihrer ursprünglichsten Form erleben lässt.

Schon die Anfahrt durch die sanft gewellte Landschaft mit ihren Walnussbäumen und Sonnenblumenfeldern stimmte auf das ein, was einen hier erwartetet: Ruhe, Beschaulichkeit und die Gewissheit, dass hier seit Generationen mit Hingabe gearbeitet wird. Auf dem Hof angekommen, empfing uns bei die Stille des ländlichen Périgord – nur unterbrochen vom gelegentlichen Schnattern der Gänse und Enten (und den Gesprächen im wohlklingenden französisch der anderen Besucher), die in ihren Gehegen Schatten unter alten Bäumen suchten (die anderen Besucher auch… aber auf der anderen Zaunseite 😉 ).

Die Familie des Hofs nimmt sich – idealerweise mit Anmeldung vorab – Zeit für eine kleine Führung durch den seit 1905 bestehenden Betrieb und erklärt die einzelnen Produktionsschritte, von der Aufzucht der Tiere bis zur Veredelung zu den fertigen Spezialitäten, die das Périgord so berühmt gemacht haben. Im Gespräch wird schnell deutlich, mit wie viel Sorgfalt und Erfahrung hier gearbeitet wird – eine Selbstverständlichkeit, die man als Besucher in der Hektik des Alltags sonst kaum noch antrifft.

Nach der Führung führte uns der Weg in den kleinen Hofladen, in dem sich Regal an Regal mit Gläsern und Konserven aneinanderreihte: Foie Gras, Pâtés, Rillettes und Confits in allen erdenklichen Variationen – ein wahres Schaufenster der Périgord-Küche, das Wasser läuft einem im Mund zusammen!

Den krönenden Abschluss bildet „natürlich“ die Verköstigung, die wir auf der Terrasse der Ferme bei strahlendem Sommerwetter genießen durften. Auf einem großzügigen Teller wurden uns die Spezialitäten des Hauses serviert: cremig-zarte Foie Gras, kräftig-würzige Pâté, feine Rillettes und herzhaftes Confit – begleitet von frischem Baguette und einem Glas Wein aus Bergerac. Bon Apetit!

Die Kombination aus der ländlichen Idylle, dem Blick über die Felder und den intensiven, authentischen Aromen machte diesen Moment zu einem der Höhepunkte einer jeden Reise durchs Périgord. Hier schmeckte man förmlich die jahrhundertealte Tradition der Gänse- und Entenverarbeitung, die diese Region weltweit berühmt gemacht hat.

Übrigens: Man kann auf der Farm in der familieneigenen Auberge eben nicht nur die Köstlichkeiten der hauseigenen Küche genießen, man kann auch vor Ort nächtigen. Die Besitzer geben gerne die Anschriften der Ferienhäuser, die rund um die Farm liegen, weiter!
Webseite: www.auberge-du-brusquand-dordogne-perigord.com
© Text Hans-Martin Goede 24.06.2026, Fotos © 2026 – gerne erfragen Sie hochauflösendes Bildmaterial aus unserer umfangreichen Datenbank, wir lizensieren Ihnen gerne gewünschte Motive. Eine Auswahl vieler Motive zu unseren Reiseberichten finden sich auch auf ADOBE STOCK HIER!