Reiseblog: Insider Reiseziele und Urlaubtipps

Reisebericht: Kreta – der Osten

Kreta – der Osten: wo Kreta noch ursprünglich ist

Heraklion by night - lieber nach einem langen Flug die Stadt genießen als weiter in seinen Urlaubsort zu fahren! Foto © Hans-Martin Goede

Heraklion by night – lieber nach einem langen Flug die Stadt genießen als weiter in seinen Urlaubsort zu fahren! Foto © Hans-Martin Goede

AGIOS NIKOLAOS / PALEKASTRO / IERAPETRA (hmg) – Wer zum wiederholten Male nach Kreta kommt, verfällt allmählich bei der Ankunft am chaotischen Flughafen von Heraklion in eine gewisse Urlaubsentspannung: die anderen Flugpassagiere losstürmen lassen, selber die schwülwarmen Temperaturen akklimatisierend langsam und gemütlich die Stufen zur Gepäckausgabe erklimmen – und dann bloß nicht im Pulk mit allen anderen auf den Digitaltafeln der Gepäckbänder nach dem Heimatflughafen suchen, sondern mal links, mal rechts schauen, wo die eigenen Koffer wirklich empor gedonnert kommen. Ebenso strebsam zockelt man anschließend an den langen Schlangen vor den Schaltern der großen Autovermieter vorbei. Hier kann man weit nach 21 Uhr nur den Kopf schütteln: wieso nach langem Flug auch noch ewig für sein Mietwagen anstehen, dann auch noch evtl. stundenlang Richtung Urlaubsort in die laue kretische Spätsommernacht dahinfahren? Sorry, aber das ist in unseren Augen der falsche Ansatz um auf Kreta „anzukommen“. Wir jedenfalls hielten es wie immer: den immer freundlichen Taxlern entgegenstreben, sich in die Innenstadt zu seinem vorab gebuchten Hotel kutschieren lassen und entspannt flanierend in das quirlige Nachtleben Heraklions eintauchen – und lecker essen gehen!

In 2016 ist das Wasser auf Kreta knapp wie selten zuvor - Golfplätze erstrahlen dennoch im saftigen Grün. In unseren Augen ein Widerspruch!

In 2016 ist das Wasser auf Kreta knapp wie selten zuvor – Golfplätze erstrahlen dennoch im saftigen Grün. In unseren Augen ein Widerspruch!

Am nächsten Morgen steht die örtliche und über das Hotel organisierte Autovermietung LaPerla vor dem Hotel. War die Vermieterin 2014 noch eine Stunde zu spät dran, hat sie es diesmal wieder wettgemacht und überrascht uns freundlichen winkend beim Frühstück. Die Übergabe des Wagens war schnell erledigt – war es doch das gleiche Auto wie vor zwei Jahren. Raus aus dem Stadtzentrum von Heraklion Richtung Osten zu finden ist leicht: startende Flugzeuge wie die heiße Vormittagssonne weisen die Richtung am Himmel. Irgendwann tauchen am Boden auch die Straßenschilder für Agios Nikolaos bzw. Sitia auf – Klimaanlage aus, Fensterscheibe runter und die mit dem Ortsende von Heraklion beginnende Kräuterduftluft der Insel in sich einsaugen. Auf der Autobahn sind die Blitzanlagen deutlich zu erkennen, die Temposchilder aber ebenso wie zwischen Heraklion und Chania sehr rar – der Straßenzustand jedoch deutlich besser!

Kreisverkehr im Hochgebirge: die Lassithi Hochebene

Wieder aufgetaucht: ein versunkener Ort in einem Stausee an der Straße zur Lassithi Hochebene.

Wieder aufgetaucht: ein versunkener Ort in einem Stausee an der Straße zur Lassithi Hochebene.

Die reihenhausartigen Hotelkettenburgenansammlungen der kretischen Nordküste mit der Einflugschneise der im Minutentakt einschwebenden Urlaubsflieger verlässt man bereits an der Autobahnabfahrt Kastelli. Vorbei geht es an saftig grünen Hängen – was aber nicht an übermäßigen lokalen Regenfällen liegt, sondern an der zweifelhaften Dauerbewässerung entsprechender Golfplätze. Mit dem Kopf schütteln noch nicht fertig, geht es kurze Zeit später schräg links weg Richtung Lassithi Hochebene. Die Straße geht an einem recht leeren Stausee entlang, an dem in unserem Falle ein Geier Ausschau nach seinem Mittagessen hielt. Zu gut gefüllten Zeiten ist der Stausee sicherlich eine glitzernde Wasserfläche, im September 2016 eher ein an Wassermangel leidender Tümpel, an dessen Nordrand ein einst geflutetes Dorf wieder aus dem Schlamm aufgetaucht ist. Nach unendlich vielen Serpentinen mit durchaus atemberaubenden Ausblicken nähert man sich der Lassithi Hochebene.

Reste historischer Windmühlen am Pass Ambelos Afin

Reste historischer Windmühlen am Pass Ambelos Afin

Am Eingangstor des Pass Ambelos Afin begrüßen Reste historischer Windmühlen den Touristen: zwei von ihnen werden theoretisch in Betrieb gehalten um diese alte Kunst der Energiegewinnung wenigstens den Besuchern zeigen zu können. In der Ebene selbst sind die Windmühlen zur Förderung des Grundwassers für die Bewässerung der fruchtbaren Äcker durch knatternde Motorpumpen ersetzt worden, man sieht nur noch die Gerippe alter Anlagen, die witterungsbedingt vor sich hin zerfallen bzw. vor sich hin rosten.

die Lassithi Hochebene

die Lassithi Hochebene

Um die fruchtbare Ebene für die Landwirtschaft effektiv nutzen zu können, führt lediglich ein Kreisverkehr seit jeher rund um die Hochebene von Dorf zu Dorf. Bäume, Büsche und Unkraut wie wilde Müllkippen verhindern leider immer wieder den Ausblick auf die Ebene. Wer dieses landwirtschaftliche Kleinod von Kreta richtig sehen will, muss sein Auto abstellen und den einen oder anderen Weg die Berghänge hinauf erklimmen. Im Ort Psichro bitte nicht wundern, dass es hier die Zeus-Taverne, das Zeus-Hotel, die Zeus-Pension wie Zeus-Platte usw. gibt: die Tropfsteinhöhle Dikteo Andro ist in Reichweite, die Höhle in der der Sage nach Göttervater Zeus von einer Ziege großgezogen wurde.

Das Moutsounas Cafe ist mehr als einen Stopover wehrt!

Das Moutsounas Cafe ist mehr als einen Stopover wehrt!

Über den 1100 Meter hohen Pass Patera ta Sellia geht es neuerlich in unendlich vielen Serpentinen abwärts in Richtung Agios Nikolaos. Nach einer der vielen Kehren auf halber Höhe hat Manolis Farsaris in Zenia sein Moutsounas Café, Snack-Bar wie Andenkenshop auf der einen Straßenseite – auf der anderen über dem Abgrund sein Angebot eines kostenlosen Blicks in die Schlucht und das in der Ferne glänzende Mittelmeer. Hier spielt man auch gerne eine Runde Schach mit grünen gegen rote Flaschen – oder genießt die Gegend mit einem kühlen Frappe bzw. Greek Coffee. Selbstgemachtes Olivenöl wie Raki gibt es in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen – für die flugtaugliche Verpackung etwas Tesafilm um den Verschluss und ab in den Koffer!

die Festungsinsel Spinalonga war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein "Gefängnis" für Menschen mit Lepra-Erkrankung.

die Festungsinsel Spinalonga war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein „Gefängnis“ für Menschen mit Lepra-Erkrankung.

Am Meer angekommen begegnen uns wieder die touristischen Massenunterkünfte, Luxusvillen wie saftige Golfrasen. Trotz allem, ein Ziel sollte man sich nicht entgehen lassen: die Festungsinsel Spinalonga, die man im Stundentakt mit Booten von Elounda wie Plaka aus erreichen kann. Als die Venezianer hier im 16. Jahrhundert zur Verteidigung der geschützten Meeresbucht die Insel komplett zu einer Festung umbauten, wussten sie nicht, dass im 19. Jahrhundert die Türken die Insel zu einem Handelsort umbauen – und 1903 die Regierung von Kreta beschließen wird, die Insel zu einer Leprakolonie zu machen. Die Insel wurde zu einem Gefängnis der Erkrankten, ein Krankenhaus erst 1937 eingerichtet, um die Not halbwegs zu lindern. 1948 kam das heilende Medikament aus den USA, so dass 1957 die Insel „leprafrei“ wurde und mit Beginn des Tourismus  ein Museum über die Geschichte der Insel beherbergt.

am inneren Hafen von Agios Nikolaos

Abendstimmung am inneren Hafen von Agios Nikolaos

Nicht ganz soviel Nervenkitzel wie Spinalonga bietet die Hafenstadt Agios Nikolaos. 1870 gegründet, weist die Stadt mit die längste touristische Geschichte Kretas auf. So hat die Innenstadt nur wenige Hotels, dafür um so mehr Pensionen und Zimmerangebote. Ein kleiner Innenstadtstrand in einer geschützten Bucht mit Cafés und Tavernen ist wohl der Geburtsort des Tourismus. Rund um das alte innere Hafenbecken reihen sich wie in Rethimno und Chania die touristischen Tavernen mit ihren durchschnittlichen Angeboten. In unserem Falle lag dummerweise auch noch über Nacht eine mobile Massenunterkunft am Hafenkai – andere reden hier von Kreuzfahrtschiffen. Die Passagiere fluten die Stadt, essen und schlafen aber an Bord – und der monoton rund um die Uhr ratternde Schiffsdiesel sorgt für einen permanenten Grauschleier über dem Hafenkai.

Die Straße von Agios Nikolaos nach Sitia schraubt und windet sich um Bergnasen wie Schluchten

Die Straße von Agios Nikolaos nach Sitia schraubt und windet sich um Bergnasen wie Schluchten

Hinter Agios Nikolaos verlässt man mit Passieren der minoischen Ruinen von Gournia (endlich!) den Allinclusive Bereich von Kreta, man taucht ein in den Ursprung der Insel. Die Straße nach Sitia schraubt und windet sich um Bergnasen wie Schluchten, eröffnet immer wieder Blicke auf malerische Bergdörfer, Steinbrüche und das blaue Meer. Statt trockener Buschlandschaft sind die Hänge nun bewaldet, man verlangsamt automatisch seine Fahrt um die Natur auf sich einwirken zu lassen. Hinter Skopi fällt das Gebirge rasch ab, in der Ferne sieht man die Start- bzw. Landebahn des Flughafen von Sitia, vor sich die Dauerbaustelle der neuen Autobahn, die mit vielen geschwungenen Brücken statt engen Serpentinen an den Hängen irgendwann die Olivenöl-Metropole Sitia erschließen wird.

„Sitia Beach“ ist auf der Landkarte östlich von Sitias Stadtzentrum zu lesen. Naja… Die Straße führt nur wenige Meter neben der Küste entlang, der Strand mit einer Mischung aus Kies und Sand ist stellenweise nur wenige Meter breit. In jedem Falle ist das Olivenöl der Region x-fach besser als der Strand…

Das Kloster Toplou

Das Kloster Toplou

Apropos Olivenöl: fährt man weiter Richtung Nordosten, kommt man am Kloster Toplou vorbei. Mönche verstehen sich seit Jahrhunderten auf Spezialitäten, so auch in Toplou: ein eigener Weinvertrieb, ebenso Olivenöl und Kräuter – dazu in Bioqualität. Die Offerte einer mittäglichen Weinverkostung bei 33 Grad Außentemperatur fanden wir nicht gerade prickelnd, weshalb wir uns dem Angebot von „Grandma’s Kitchen“ zwischen Straße/Parkplatz und Kloster widmeten. Während die meisten Besucher Richtung Kloster strömen und meist auch direkt wieder zurück zum überhitzten Auto, kehrten wir ein – drei Generationen kümmern sich hier um das Wohl der Gäste mit Rezepten von Oma für Dolmades, Tsaziki, Brot und verschiedene Omelettes. Es schmeckt so gut, dass man meinen möchte noch nie so gut gespeist zu haben. „Gefällt mir sehr“ möchte man da laut von sich geben!

das (eingezäunte) Palmental von Vai

das (eingezäunte) Palmental von Vai

Von Toplou aus ist es nun nicht mehr weit nach Vai. Die Straße führt durch die „Hintergärten“ des Klosters: Anfangs Weinreben und Olivenbäume, säumen nachfolgend betörend duftende Kräuterhügel die Strecke an die Ostküste, die rund um Vai berühmt ist für ihre Palmen. Inzwischen ist am Palmenstrand von Vai aber auch der Massentourismus anwesend: kostenpflichtiger Parkplatz, flatternde Fähnchen von Getränkeanbietern mit entsprechenden Tavernen-Angeboten locken keinen nach Ruhe strebenden Individualtouristen hinter der Palme vor: Foto vom eingezäunten Palmental (um es vor den nomadisierenden Touristen zu schützen) knipsen, weiter geht’s an den Bananenplantagen (mit Verkaufsstand – probieren der Babybananen ist Pflicht!) vorbei zur archäologischen Fundstätte Itanos. Hier reihen sich ein paar kleine Buchten mit Palmen, Olivenbäumen oder auch nur Sand mit Felsen aneinander, die Anzahl der Sonnenanbeter ist überschaubar – und wenn nicht gerade ein Filmteam der BBC mit Ausrüstung von links nach rechts sowie rechts nach links durchs Urlaubsbild stapft ist der Strandnachmittag perfekt.

Im wilden Osten

Einst ein prächtiger Minoischer Palast, eine eine vielbeachtete Ausgrabungsstätte: Kato Zakros.

Einst ein prächtiger Minoischer Palast, eine eine vielbeachtete Ausgrabungsstätte: Kato Zakros.

Das "Tal des Todes" geht von Zakros nach Kato Zakros

Das „Tal des Todes“ geht von Zakros nach Kato Zakros

Von Palekastro (das wir mit seinen Angeboten hier separat vorstellen) geht die Straße weiter nach Süden, schraubt sich die Berghänge rauf und runter, die von Olivenbaumplantagen gesäumt sind. Von Zakros aus geht eine breite Straße bergab an den östlichsten Ort Kretas, der eigentlich erst 1961 „entdeckt“ wurde: Kato Zakros mit der Ausgrabungsstätte eines minoischen Palastes. Er reicht nicht an die Dimensionen von Knossos heran, da er aber im Original erhalten ist: mehr als sehenswert. Nach dem „Steinegucken“ kann man noch in das „Tal des Todes“ wandern (zugleich der Start- bzw. Endpunkt des Kreta durchziehenden Wanderwegs E4). Die Schlucht zieht sich von der archäologischen Fundstätte bis rauf nach Zakros. Insbesondere im Frühjahr und Frühsommer ist das untere Ende sehr sehenswert, wenn die vielen Büsche und Pflanzen blühen. Der Name der Schlucht kommt übrigens von den frühzeitlichen Grabstätten in den Grotten des Tales.

Wenn Bilder duften könnten...: Salbei, Thymian, Majoran und Oregano...

Wenn Bilder duften könnten…: Salbei, Thymian, Majoran und Oregano…

Atemberaubend ist die Gebirgsstrasse vom malerischen Bergdorf Adravastoi über Sitanos nach Voila (mit seiner Festungsruine). Wer die schottischen wie isländischen Highlands kennt, fühlt sich gleich wie zuhause. Es gibt nur einen gravierenden Unterschied: hier ist es deutlich wärmer – und man steht zwischen duftenden Salbei, Thymian, Majoran und Oregano, ja man saugt die Luft förmlich in sich auf. Rund um den Ort Karidi stehen die bunten Bienenstöcke, nun weiß man warum der kretische Honig so lecker wie beliebt ist!

Gewächshäuser so weit das Auge rund um Ierapetra blicken kann...

Gewächshäuser so weit das Auge rund um Ierapetra blicken kann…

Schweren Herzens trifft man irgendwann auf die Nord-Süd-Straße von Sitia nach Makrigialos. Die wilde Unbeschwertheit der Natur wird nahe der Küste des Lybischen Meeres durch endlose Flächen mit Gewächshäusern und ihren vielfach kaputten im Wind flatternden Plastikfolien ersetzt. Wir sind im modernen Gemüsegarten der Insel angekommen. Ermüdend schleppt sich die Küstenstraße weiter bis nach Ierapetra, die einzige größere Stadt an der Südküste von Kreta mit mehr als 10.000 Einwohnern.

Ierapetra ist die größte Stadt im Süden von Kreta

Ierapetra ist die größte Stadt im Süden von Kreta

Autor Hans-Martin Goede (links) mit Yannis (rechts) im "By the sea"

Autor Hans-Martin Goede (links) mit Yiannis (rechts) im „By the sea“

Nach all den Gewächshäusern überrascht Ierapetra mit einer angenehmen Einkaufs- und Shoppingkultur. Die großen Einzelhandelsketten Europas haben diesen Ort (Gott sei Dank) noch nicht entdeckt, stattdessen inhabergeführte Geschäfte mit allen Angeboten, die das Herz begehrt. An der Strandpromenade nur wenige touristische Neppangebote, hängen geblieben sind wir im „by the sea“ von Yiannis & Maria. Sie studierte Architektin, er abgebrochener Architekturstudent. Yiannis wird nicht müde, russischen Touristen ruhig und freundlich zu erklären, dass „Jamas“ nicht „auf Wiedersehen“ heißt sondern gleichzusetzen ist mit „Nastrovje“. In seinen Regalen finden sich z.B. handgefertigte und handbemalte hochwertige Töpferwaren aus der Region, dazu sein „Ultra premium extra virgin“ Olivenöl, das gerne verkostet werden darf – und sein scharfer, hausgebrannter Raki in hochwertigen Flaschen. Letztere sind nach dem Raki-Genuss bestens geeignet für das Abfüllen von Essig und Öl. Architekten haben es in ihrem Beruf seit dem Ausbruch der Griechenlandkrise nicht einfach, seit 2011 jedoch behauptet sich Yiannis bereits erfolgreich in Ierapetra. Das Mercedes Museum in Stuttgart kennt er schon – als nächstes soll es das Porsche Museum sein. Beides bekanntermaßen architektonisch sehr interessante Gebäude, kein Wunder dass er nicht nur die Autos darin sehen will. Ach ja, bevor wir es vergessen: die Russen haben während unserer Unterhaltung sein Geschäft „Nastrovje“ rufend verlassen. KopfaufdenTischhau….

die historische Moschee im Herzen von Ierapetra

die historische Moschee im Herzen von Ierapetra

im Fischerhafen von Ierapetra mit Turmuhr und der alten Festung

im Fischerhafen von Ierapetra mit Turmuhr und der alten Festung

Sehenswert im Ierapetra ist auch die historische Altstadt. Im Gegensatz zu anderen Städten ist sie eine reine Wohnstadt. Die verwinkelten Gassen zeigen unterschiedlichste Einblicke in die Wohnungen, Senioren (Männlein wie Weiblein) sitzen auf Stühlen davor – als wären die engen Straßen ihr Wohnzimmer. Am Fischerhafen neben der Turmuhr die alte venezianische Fortification: unverkennbar der osmanische Einfluss auf den Zinnen der Mauern. Im inneren der Anlage kleine Verschläge und Wohnungen, kaum zu glauben was alles auf so kleinen Raum unterzubringen ist! Vom Hafen aus fahren täglich die Schiffe zur vorgelagerten Insel Chrisi. Wenn man sich so ansieht welche Art von Touristen abends da vom heimkehrenden Boot steigen sagt man sich innerlich umgehend „Danke nein, muss man nicht hin!“ Da mag vielleicht so manch Leser nun innerlich protestieren, aber wir gehören nunmal nicht zur Kategorie der Menschen mit Bedürfnissen für die touristische Massenhaltung sondern bevorzugen im Urlaub die erholsame Ruhe…

Die Quelle des leckeren kretischen Berghonigs: die bunten Bienenkästen

Die Quelle des leckeren kretischen Berghonigs: die bunten Bienenkästen

Bis Mirtos muss man noch die riesigen Flächen mit den hässlichen Plastikgewächshäusern ertragen, bei denen man sich die Frage stellt, warum auf Lassithi im Hochgebirge das Gemüse genauso wächst – ohne diese „Ummantelung“. Froh, wieder in Serpentinen die Berge sich hochzuschrauben, empfängt einen erneut der „Duft Kretas“, bunte Bienenstöcke gestalten die im Spätsommer sehr trockenen Hänge mit ihren krummen Kieferbäumen und Kräuterbüschen. Kurz vor Vignos in einer großen Kehrschleife „hängt“ übrigens die Taverne Seli über dem Abgrund. Atemberaubend der Ausblick, der Greek Coffee kann hier lange vor sich hinsacken. Im Internet wird die Küche der Taverne, die von zwei Damen geführt wird, aufs Höchste gelobt. Der Energiebedarf wird übrigens durch eine riesiges Photovoltaikanlage direkt unterhalb des Gebäudes am Hang selber erzeugt.

die fruchtbare Messara-Ebene in der Mitte von Kreta

die fruchtbare Messara-Ebene in der Mitte von Kreta

Langsam geht die Straße an Ano Viannos vorbei nun wieder abwärts, ergießt sich mit mehreren Richtungsmöglichkeiten in die fruchtbare Messara-Ebene mit ihrem Hauptort Mires, wo bekanntlich die leckeren Loukoumades auf den Besucher warten, ebenso die Tavernen am Votmomos-See nahe Zaros, in Pitsidia wie in Matala. Doch das sind uns nachweislich aus 2013 (Kreta – die Mitte) wie 2014 (Kreta – der Westen) schon bekannte Ziele, die wir immer wieder gerne besuchen.

Wir danken für die liebevolle Unterbringung und aufmerksame Behandlung als Gäste durch

Das familiengeführte Hotel ARMONIA in Matala an der "Old Road"

Das familiengeführte Hotel ARMONIA in Matala an der „Old Road“

Ein ganz besonderer Dank gilt Olimipos und seiner Familie im Armonia Hotel in Matala für die fantastische Betreuung und uneingeschränkte wie selbstlose Hilfe auch am späten Abend wenn es darum geht einen frischen Beinbruch verarzten zu lassen 😉

© 03.10.2016, Foto & Text Hans-Martin Goede.

Interessiert an Bildmaterial? Gerne stellen wir Lizenzen in diversen Größen zur Verfügung.

Hinweis: Wir bekommen oder bekamen für die Nennung von Tavernen, Geschäften, Pensionen Hotels, Firmen und Unternehmen hier in diesem Beitrag keine Vergünstigungen! Wir stießen während unserer Rundfahrt zufällig auf die genannten Personen und empfehlen Sie gerne, weil wir ihre Bemühungen wie Angebote richtig und unterstützenswert finden!

 

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