Reiseblog: Insider Reiseziele und Urlaubtipps

Reisebericht: Comer See

Am Lago die Como

Am Lago die Como

18.04.2003 – Lago Maggiore, Lago di Lugano, Lago die Garda – und last but not least der Lago di Como. Im Rahmen der Mailänder Messe hat es uns (da die Hotelpreise zu Messezeiten in Mailand ziemlich abgefahren sind…) an den Comer See verschlagen. Entlang seines Ufers ziehen sich diverse kleine Orte mit unzähligen Hotels, wir sind dabei in der Villa Flora in Torno gelandet. Ein an sich nettes und sehr symphatisches Hotel, wenn da nicht die dünnen Wände und die ziemlich durchgelegenen Bettenwären…

Nach dem Messestress haben wir für insiderreiseziele.net einmal die Comer City genauer unter die Lupe genommen. Natürlich kann sie nicht mit der Metropole Mailand mithalten, egal ob an der Menge der Restaurants oder der Textilgeschäfte gemessen, von Schuhgeschäften ganz zu schweigen. Insbesondere in der Frühlingszeit, vor dem großen Ansturm des Massentourismus, kann man sich hier in aller Ruhe umschauen. Anfahren von Deutschland aus tut man entweder über den St. Bernardino oder den Gotthard. Die landschaftlich schönere Strecke ist zweifelsohne das Rheintal hinauf, vorbei an Vaduz (Liechtenstein), aber auch die Fahrt über den St. Gotthard ist nicht auszugrenzen, zumal diese Strecke wesentlich besser ausgebaut ist und am Vierwaldstätter See das Auge ebenso in den Landschaftsgenuss kommt.

Torno am Lago die Como

Torno am Lago die Como

Die Autobahnplakette der Schweiz ist auf beiden Strecken Pflicht, 30 Euro (40 CHF) sind dafür hinzublättern. Como selber liegt wenige hundert Meter hinter dem Grenzübergang Chiasso am Ende des Lago die Como am Ausgang des Tales zur Poebene. Comos Innenstadt ist in der Regel für den Verkehr gesperrt, aber dennoch darf man immer wieder mal zur Seite springen, wenn die tollkühnen Italiener mit ihren PKW oder Motorrädern durch die engen Gassen „sprinten“. Gassauf gassab geht es an diversen Geschäften aller Coleur vorbei, für jeden ist etwas dabei. Für die Touristen gibt es auch kleine Spezialiätenläden mit Produkten rund um den Nudelkult. Hier kann man sich mit den unterschiedlichsten Nudelsorten und buntesten Varianten eindecken – Preise bis zu 10 Euro pro 500 Gramm sind da aber keine Seltenheit. Für den Gelegenheitsnudelesser nicht gedacht, aber vielleicht als Überraschungsgeschenk für die Daheimgebliebenen?

Kulturhistorisch: Stadtturm von Como

Kulturhistorisch: Stadtturm von Como

Wer den Überblick über Como bekommen will, fährt mit der Zahnradbahn nach Brunate den Berg hinauf, pro Nase sind 3,95 Euro für eine Hin- und Rückfahrt fällig. Man sollte allerdings aufpassen und die Nachrichten im Auge behalten, nicht dass, wenn man oben angekommen ist, den Angestellten mal wieder einfällt „och, nun streiken wir doch mal wieder“. Die Streikkultur in Italien ist der wahre Exportartikel der Nation, es vergeht eigentlich kein Tag, an dem in der Republik nicht gestreikt wird. Wir hatten das Vergnügen, dass an unseren 3 Tagen vor Ort abwechselnd die Eisenbahner, die Nahverkehrsbahner bzw. die Fluglotsen streikten… Als Highlight kann man mit dem Ausflugsschiff Rundfahrten über den Comer See machen, sie dauern je nach Strecke zwischen 1 (Ziel: Torno) und 5 Stunden (Ziel: Bellagio). Im Zickzackkurs geht es von Anleger zu Anleger, immer wieder erstaunen die prachtvollen Paläste und Villen mit ihren Zederbäumen, Wiesen und Pools am Ufer, gnadenlos hingeklebt an den durchaus steilen Berghang. Im Frühjahr glänzen dann noch im Hintergrund die schneebeckten Gipfel der Alpen, die hier bis zu 2000 Meter hoch sind. Wir kamen wohlbehalten wieder am Hauptanleger von Como an – ohne Streik der Bootsmannschaft, auch was wert! Zum Ausflug mit dem Wasserflugzeug hats nicht gereicht, es war nicht da – doch dieser Rundflug muss auch ein einmaliges Erlebnis sein.
Bevor es heimwärts geht, sollte ein Besuch im Supermarkt wahrgenommen werden – Nudeln aller Art zu deutlich günstigeren Preisen als in Deutschland, dazu Parmesankäsesorten und Parmaschinken – man sollte sich allerdings nicht unbedingt von den Schweizer Grenzern erwischen lassen, die mögen es gar nicht, wenn man zuviel des Guten durch deren Land „transferiert“. Wer also hoffnungslos überladen ist, sollte die Rückfahrt durch das EU-Land Österreich wählen…!

Mehr Infos zu Como im Internet unter http://www.comune.como.it

© Text/Fotos: Hans-Martin Goede, Stuttgart
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