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Historische Höfe und Mühlen: Eine Wanderung im Schwarzwald

unterwegs im Schwarzwald

unterwegs im Schwarzwald

KÖNIGSFELD (© HMG) – Neben dem bayerischen Alpenvorland (wie z.B. das Allgäu oder auch das Berchtesgadener Land) ist vor allem der Schwarzwald eines der Hauptreiseziele der Touristen. Vornehmlich besuchen diese allerdings den Feldberg, das Glottertal, sind im Münstertal unterwegs – oder rund um den Titisee. Um diesen in der Hauptreisezeit wie bei schönem Wetter vielfach überlaufenen Regionen ein wenig zu entkommen – und um “Schwarzwaldfeeling” dennoch genießen zu können, reicht ein Schwenk von der badischen auf die symbadische, Verzeihung, schwäbische Seite des Höhenzuges im Südwesten von Baden-Württemberg – die Kurregion rund um Königsfeld, auf um die 800 Meter Meereshöhe gelegen.

Blick über die Waldau nördlich von Königsfeld

Blick über die Waldau nördlich von Königsfeld

Die Gemeinde Königsfeld gehört zum Naturpark Südschwarzwald, die Berge wie Täler sind nicht ganz so eindrucksvoll wie in der Feldbergregion, was Ruhe und Entspannung angeht, jedoch noch ein  “Kleinod” in der Region. Die Kur- und Klinikstadt war einige Zeit für Helene und Albert Schweitzer die Heimat – und man sagt Schweitzer nach, dass er den Aufenthalt im Ort als “die schönste Zeit seines Lebens” bezeichnete. Wandert man durch die Umgebung, kann man dem nur beipflichten.

Die Geschichte des "Tonishof" beginnt bereits vor dem Jahr 1350 - vor bald 700 Jahren hatte er eine Größe von rund 262 Hektar. Seit Ende der 1980er Jahre ist der Hof aufgegeben.

Die Geschichte des “Tonishof” beginnt bereits vor dem Jahr 1350 – vor bald 700 Jahren hatte er eine Größe von rund 262 Hektar. Seit Ende der 1980er Jahre ist der Hof aufgegeben.

Auch wenn der Ort ein wenig verschlafen wirkt – die ausgewiesenen Wanderungen bieten auf den beiden “Höfe- und Mühlenwanderwegen” Einblicke in einige Jahrhunderte der Geschichte der Menschen im Schwarzwald. Die mit Schildern ausgewiesenen Wanderwege sind 11 bis 12 Kilometer lang, es gilt mit dem Glasbachtal eine Höhendifferenz von rund 100 Meter zu überwinden. Da alle Wege entweder asphaltiert oder im Wald fest geschottert sind, sind sie auch mit normalem Schuhwerk “zu bezwingen”, wenngleich festes Schuhwerk vor allem auf den Waldwegen vorzuziehen ist. Dies vor allem in den Herbstwochen, wenn links und rechts dieser Wege die Pilze aus dem Boden schießen und man den einen oder anderen Maronenröhrling oder leckeren Steinpilz für das Abendessen mitnimmt 🍄 (giftige Fliegenpilze natürlich ausgenommen!).

Der "Altevogtshof" am Bäschenbühl

Der “Altevogtshof” am Bäschenbühl

Und auch wenn man beim Wandern innerlich seine 4 bis 5 Kilometer pro Stunde gewohnt ist – da man bei den Infoschildern zu den Höfen durchaus sich in die Geschichte der Bauernhöfe und alten Mühlen mal vertieft, die Aussicht bei klarem Wetter auf die Alb (wie angeblich an einem Punkt auch auf die Schweizer Alpen) genießt, sollte man drei bis vier Stunden Zeit einplanen – und nicht vor 14 Uhr damit rechnen können, dass der eine oder andere bewirtschaftete Hof öffnet. Also entweder spät am Vormittag starten – oder Trinken und Vesper dabei haben 🤓. Ein paar Bilder der Wanderung nun zum Klicken (denn statt viel Lesen sollte man vielleicht besser die Wanderschuhe anziehen und selber losziehen!):

Schmuck: das Rathaus von Königsfeld

Schmuck: das Rathaus von Königsfeld

Mehr Infos zum Schwarzwald allgemein gibt es auf der Webseite des “Schwarzwald Tourismus” sowie auf unseren oben vorgestellten Ausflugstipp bezogen unter Koenigsfeld.de.

© Text und Fotos (03.10.2018) Hans-Martin Goede – gerne erfragen Sie weiteres hochauflösendes Bildmaterial aus unserer umfangreichen Datenbank, wir lizensieren Ihnen gerne gewünschte Motive.

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