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Sizilien – eine Insel mit aktivem Vulkan und vielen Sehenswürdigkeiten

Am Strand "Spiaggia die Conigli", Sizilien. Foto: Elisa Locci, Fotolia

Am Strand “Spiaggia die Conigli”, Sizilien.

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer – sieht von oben bzw. im Atlas aus als würde der „italienische Stiefel“ einen Fußball wegkicken, ist letztlich geologisch aber nur der Rest einer Landbrücke, die in grauer Vorzeit einst Europa und Afrika verband. Die Römer prägten erstmals nachhaltig diese Insel, geblieben sind viele Ruinen in Städten, auf dem Land und an den Küsten. Wechselvoller wurde die Geschichte im Mittelalter, zeitweise wurde Sizilien arabisch – es folgten die Normannen, seit 1861 ist es italienisch. Heute gelangt man nach Sizilien mit dem Flugzeug oder per Anfahrt mit dem Auto, muss aber definitiv dann die Fähre nach Sizilien über die „Straße von Messina“ nehmen – dabei hat man die Insel dann immer vor Augen.

Die viele geschichtliche Entwicklung hat die Geologie der Insel nie gestört – der aktive Vulkan Ätna sah viele Völker kommen und gehen. Heute kommen die Touristen und hoffen einen seiner berühmten Ausbrüche mit Lava und Asche zu erleben. Rund um den Berg wurde der „Ätna-Park“ gegründet, ihn durchziehen Wanderwege und bieten atemberaubende Panoramen in eine faszinierende Vulkanlandschaft. Dies ist möglich, da der Ätna im Vergleich zu anderen Vulkan nicht unbedingt als „sehr gefährlich“ eingestuft werden kann – die Lava ist meist träge, die Ausbrüche mit Asche nicht von hoher Intensität.

Das „Valle Dei Templi“, zu Deutsch „Tal der Tempel“, liegt im Süden von Sizilien. Foto: Gimsan, Fotolia

Das „Valle Dei Templi“, zu Deutsch „Tal der Tempel“, liegt im Süden von Sizilien.

Wer eher griechische Tempelkultur auf Sizilien erforschen will, kann dies im „Valle Dei Templi“, zu Deutsch „Tal der Tempel“ im mittleren Süden tun – inzwischen ist diese archäologische Stätte ein Weltkulturerbe der UNESCO: majestätisch erheben sich die Ruinen der hellenistischen Geschichte vor den Augen der Besucher, die 2005 bis 2007 umfassend saniert werden mussten, da die Bausubstanz (Kalkstein) verwitterte.

Natürliche „Ruinen“ sind auf der Insel nur wenig weiter ebenso zu finden: die „Scala die Turchi“, auch als „Türkentreppe“ bekannt. Diese aus Mergel bestehenden weissen Felsen treffen steil abfallend auf azurblaues Wasser des Mittelmeeres – ein Naturspektakel wie es in Italien so kein zweites gibt.

Ein weiteres Naturreservat liegt im Nordwesten von Sizilien: das „Riserva Naturale orientata dello Zingaro“. Auf 1600 Hektar Fläche an einem rund 7 Kilometer langen Küstenstreifen sorgen raue Kalkfelsen für malerische wie sandige Buchten. Leider wurden beim Flächenbrand in 2012 weite Teile des Reservates vernichtet – nur langsam erholt sich hier die Natur.

Das mediterrane Klima sorgt für heiße und trockene Sommer – wenn aus der Sahara der „Scirocco“ weht, können die Temperaturen auf über 40 Grad ansteigen – da hilft dann meist nur noch das Landesinnere und seine Berge weiter, die teils über 2.000 Meter hoch sind. Oder man springt für eine Abkühlung ins Mittelmeer – schaut man sich die Empfehlungen im Internet an, sollte man dies wohl am ehesten am „Strand Spiaggia die Conigli“ tun, zu Deutsch: Kaninchenstrand. Man kann sich da nun gerne selbst was ausdenken, woher dieser Name kommt 😉 !

© Text: Hans-Martin Goede 06.04.2017, Fotos: Elisa Loch und Gimsan, Fotolia

 

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